Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Motor, Kupplung, Getriebe, Kette

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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon GinTonic65 » Mi, 7. Jun 2017, 19:09

Ich denke, was ich schon kurz angerissen und selbst erlebt habe:

Du kaufst dein erstes Bike weil du es Super findest, warum auch immer. Dann möchtest du mehr Offroad fahren, merkst aber, das du zu wenig Bodenfreiheit hast.
Beim nächsten Bike hast du Rücken, oder dein Bike kann deine Sozia oder dein ganzes Gepäck nicht transportieren. Das ist ein schleichender Prozess über Jahre, den du nicht unter Kontrolle hast :shock: :D

Oder du hältst es wie Ride Alone: Schaf dir mehrere Bikes an!!
Ich überlege auch noch, ein leichtere Yamaha 450 WR, wenig Kilometer in die Garage zu stellen. So was kann man gut gebraucht kaufen.
Wir sind nie am Ziel. Sondern immer auf dem Weg!
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon OlafSw » Mi, 7. Jun 2017, 22:19

Servus,

Als ich meinen Führerschein vor 3 Jahren gemacht habe,stand ich vor der selben Entscheidung.
Hab mir die Bikes angesehen und drauf gesetzt, fahren durfte ich noch nicht.
Hab dann viele Tests gelesen auf Youtube angesehen. In meinem Budget von 7000 war eine Versys 650 und V-Strom 650. Ansonsten gebrauchte GS 1150 oder vergleichbar.
Hab mich dann für die V-Strom 650 entschieden und sie einfach bestellt.
Hab's nicht bereut es so gemacht zu haben. Hab die 1000'er dann 1 Jahre später dann gefahren. Sie hat mir nicht gefallen, ich steh auf das fahradgleiche Handling der Kleinen.

Die 1994 E-Glide habe ich mir letztes Jahr gekauft weil ich ein oldschool Bike haben wollte. Sozusagen der Ursprung der Tourenmotorräder. Und auch bei dem dicken Teil fasziniert mich das leichte Handling. Ist halt meine Vorliebe bei den Motorrädern das sie leicht in die Kurven gehen.

Wirklich schlechte Motorräder wirst bei den neueren Bikes eh nicht finden. Bin 1m90 und mit knapp 100 kg auch kein Leichtgewicht. Hab mir die Sitzbank aufgepolstert und den Lenker um 25 mm erhöht. That's it und mit der 650 bin ich zufrieden.

Servus

Olaf



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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon Manfredl » Do, 8. Jun 2017, 1:12

Die Frage in wie weit ein Anfänger bei einer Probefahrt beurteilen kann was für ihn das beste Bike ist, ist natürlich berechtigt. Ich zB. habe mit 18 den Motorradführerschein gemacht, bin die ersten zwei Jahre gelegentlich mit dem Motorrad meines Bruders gefahren und dann 16 Jahre überhaupt nicht mehr. Als ich mich mit 36 entschloss doch noch aktiver Motorradfahrer zu werden habe ich erstmal viel gelesen und dann genau eine Probefahrt, mit der Honda SLR 650 gemacht. Ich hatte zwei Jahre Spaß mit diesem Motorrad und verkaufte sie dann doch. Hätte ich direkt ein stärkeres Motorrad gekauft, hätte ich das wahrscheinlich länger gefahren, aber woher sollte ich das am Anfang wissen?

Fazit: Viel lesen viel informieren das kaufen was Bauch, Verstand und Geldbeutel für das richtige hält und sich nicht allzu sehr ärgern wenn man später ganz anders darüber denkt.

Gruß Manfred
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon AlterSchwede » Do, 8. Jun 2017, 9:15

Hallo,

auch ich habe vor drei Jahren im Alter von 48 meinen Führerschein gemacht und stand vor der selben Frage. Ich habe dann nach diversen Testberichten und YouTube-Videos entschieden, dass so ca. 70PS, eine aufrechte Sitzhaltung und ein nicht zu hoher Preis (wer weiss ob mir meines Hobby überhaupt Spass macht...) die entscheidenden Kriterien sind. Ich bin daher bei einer V-Strom 650 gelandet. Ich hatte das Glück, dass ich eine L3 als Vorführ-Motorrad kaufen konnte.

Bis heute bin ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden. Ich habe mir in den letzten Wochen diverse andere Motorräder angesehen, komme aber bisher zu der Entscheidung, dass ich derzeit bei meiner Kleinen bleibe.

Im übrigen habe ich die 650er natürlich auch ohne Probefahrt gekauft. Was sollte ich da schon beurteilen können? Kurz drauf gesetzt, Kaufvertrag unterschieben und fertig. Der Führerschein kam dann später.

Gruß
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon Dete » Do, 8. Jun 2017, 9:23

Es liegt an jedem selber und an seiner Vernunft ob nun Supersportler ,Tourer oder Chopper 2 oder 4 Zylinder wichtig ist das man damit klar kommt und sich auf dem Bike wohl fühlt,zumindest ist es bei mir so.Ich fand schon viele Bikes optisch toll als ich dann aber Platz genommen hatte stellte ich schnell fest das es nichts für mich ist ,da ich mich darauf von der Sitzposition nicht wohl fühlte.Also erst einmal eine Liste erstellen mit deinen bevorzugten Bikes und ab zum Händler zum Probesitzen hierbei wirst du dann schon feststellen ob das Bike zu dir passt.Ob nun mit viel Leistung oder weniger Leistung ist aus meiner Sicht egal da es an denjenigen und seiner Vernunft liegt der oben drauf sitzt .Ich persönlich würde mich gleich für das Größere entscheiden somit ersparst du dir evtl. ein Neukauf nach einiger Zeit ,da du doch ein wenig mehr Leistung haben möchtest zumindest war es bei mir so.Nimm dir die Zeit auch bei einer Probefahrt dann würst du hinterher auch glücklich mit deinem Bike sein.
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon der-kurti » Do, 8. Jun 2017, 14:05

Ich hatte den Schein 2008 gemacht mit 38 Jahren also auch nicht mehr der jüngste und habe mir gleich mit einer kurzen Probefahrt im Regen die 650er K05 geholt bei einem Honda Händler, da ich eigentlich eine Transalp haben wollte ( jedoch hat mir die Optik der DL viel mehr angesprochen ) Übrigens habe ich für die damals 3 Jahre alte DL650er mit nur knapp 3000 km auf der Uhr für sage und schreibe 4.700,00 EUR gekauft mit Neuem GIVI Sturzbügel und Givi Seitenträger. Gebrauchte GIVI Koffer Keyless kamen für 100,00 EUR vom Händler noch dazu.

Mit der DL650er kam super zurecht, bis ich nach einigen Jahren mehr Dampf eingebildet habe und mir dann eine gebrauchte DL1000 K03 zugelegt habe und mal ganz ehrlich, der Unterschied von der DL650 auf die DL1000 er war EXTREM, die war unglaublich schwerfällig und gar nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte.

Ich denke für einen Fahranfänger ist die kleine mit Sicherheit die bessere Wahl, wenn aber vorher keine Erfahrungswerte vorhanden sind und man gleich auf einer 1000er beginnt, wird das für denjenigen auch überhaupt kein Problem darstellen, weil eben kein direkter Vergleich da ist und man gewöhnt sich ja wirklich auf Alles. Mittlerweile komme ich natürlich auch mit der 1000er super gut klar und kann es genauso handeln wie damals die Lütte.

Du hast die Qual der Wahl :pro:
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon Wulfmans » Do, 8. Jun 2017, 16:25

Bei der Recherche nach einem für mein Anforderungsprofil, Tagestouren mit gemütlicher Einkehr und mehrtägige Genuss orientierte Pässe Touren in den Alpen, geeignetes Motorrad bin ich bei der V-Strom 1000 XT 2017 “hängen“ geblieben. Die Gründe sind, neben der optischen Gefälligkeit, das Kurven ABS , das kombinierte Bremssystem, die Traktionskontrolle und die weitere Serienausstattung. Vor allem die Sicherheitsfunktionen sind aus meiner Sicht für einen Anfänger sehr sinnvoll.
Mich würde Eure Einschätzung dahingehend interessieren, ob die Wahl eine V-Strom 1000 XT als “erstes Motorrad“ zielführend ist, oder wenn nicht was dagegenspricht und welche Alternative ihr empfehlen würdet.

Hallo Marble
dein Anforderungsprofil entspricht schon dem was eine V-Strom Dir bieten kann. Ich selber fahre seit 12 Jahren auch noch eine Hayabusa (190PS) und davor auch ähnliche Mopeds. Meine Anforderungen haben sich dann in deine Richtung verändert Dank meiner Freundin. Auf Gran Canaria vor 3 Jahren haben wir uns die kleine V Strom gemietet um in den Bergen en bisken Kurven zu kratzen. Ich bin 186cm lang und wiege 96kg, meine Freundin etwas mehr als ein keiner Rucksack den man zum schwimmen mit nimmt. Die kleine V Strom ging flott ums Eck, selbst die engsten und steilsten Kehren hat sie super gemeistert und ich war nicht der Meinung das ich untermotorisiert war. Im Jahr darauf haben wir uns dann die V Strom 1000 mit ABS gemietet- ich wollte einfach den unterschied erfahren- was soll ich sagen, sie war etwas schwerer was mir aber nix aus machte, sie ging leicht ums Eck und war in der Steigung etwas kräftiger vom Durchzug im unteren Drehzahlbereich - womit ich nicht sagen will das ich schneller unterwegs war , sondern nur mit weniger Drehzahl und mehr Druck. Sie fühlte sich für mich souveräner an, vermittelte ein obwohl schwerer ein leichteres sicheres fahren. Ich persönlich fühle mich auf einem etwas schwereren Moped mit mehr Leistung (man muss sie ja nicht nutzen) wohler, bei den leichteren werd ich schnell übermütig und glaub immer ich bewege ein Kinderfahrrad. Gekauft wurde dann 2015 die 1000der ABS als Big Version. Inklusive Koffersatz und Katzenklo- Die Koffer sind nix für lange Touren zu zweit (WE reicht aber)- sehen aber schick aus, passen gut zum Bike. Das Katzenklo finde ich nur zum brechen- aber wenn Freundin großen Haarfön braucht- was solls. Fazit:Das Preis Leistungsverhältniss passt-,sieht auch noch schick aus und lässt sich super fahren-auch mit im Schnitt manchmal 40-50Ps weniger fahre ich denen nicht unbedingt nur hinterher. Wer natürlich sein Fahrwerk oder Motorleistung beim fahren vor jeder Kurve verstellen muss, der sollte sich was anderes kaufen. Ich persönlich halte die 1000der für einen vernünftigen Anfänger mit deinem Anforderungsprofil als durchaus geeignet. Bei der Kleinen musst Du etwas mehr Benzin rühren was wiederum nicht grade entspannt ist auf längeren Kurvenstrecken. Hoffe das hilft Dir ein wenig- Halt den Spiegel immer Oben und viel Erfolg bei deiner Führerscheinprüfung :pro:
Gruß Wulfman
ich muss nicht Rasen- 300km/h reichen auch
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon Panino76 » Do, 8. Jun 2017, 23:49

Hallo,

ich habe als Anfänger auch direkt mit der 1000er DL VStrom angefangen.

Vorher habe ich unzählige Meinungen von "erfahrenen" Motorradfahrern eimgeholt. Das war alles nur verwirrend. Nach der ersten Probefahrt wusste ich: die passt zu mir. Und das habe ich bis heute nicht bereut.
Nachdem die V-Stromer mich herzlich in ihre Gemeinde aufgenommen habe und ich fleissig km abgerissen habe, wusste ich, dass die Entscheidung für die 1000er zum Einstieg definitiv richtig war.

Falls fragen sind, schreib mir eine Nachricht. Könnte dann über mehr Details berichten, je nachdem was Du wissen möchtest.

Grüße, Panino.
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon riderman » Fr, 9. Jun 2017, 9:57

Na Marble,
so viele Antworten.
Hats Dir denn irgendwie weitergeholfen? ;D
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon New-Wave » Fr, 9. Jun 2017, 12:03

..........ihm qualmt der Kopf :-o ;D
...manchmal bin ich auf beiden Augen taub......

beste Grüße Bruno
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon Marble » Fr, 9. Jun 2017, 13:00

Ja, der Kopf qualmt zunehmend. :sad:
Die Beiträge sind für mich sehr wertvoll, vor allem weil sie unterschiedliche Ansatzpunkte und Erfahrungswerte widerspiegeln.
Nochmals herzlichen Dank an alle für die vielen wertvollen Beiträge, Anregungen und Vorschläge.
Habe jetzt die ersten Überlandstunden auf schönen Landstraßen rund um Erding hinter mir und ein fettes Grinsen im Gesicht. Ungefähr so breit wie das Helmvisier. ;D
Bei der Maschine handelt es sich um eine Yamaha MT-07 mit 75 PS, leider ist dieses Motorrad für mich absolut nicht passend. Der Kniewinkel ist deutlich zu spitz und eine entspannte Sitzposition nicht wirklich möglich. (Setzt Euch auf ein Bobby Car und Ihr wisst was ich meine)
Werde auf den hier aufgeführten alternativen Motorrädern (Tracer 900, Versys 1000, Africa Twin etc) erst einmal Probessitzen um festzustellen, ob die Geometrie
für mich passend ist.
Dies ist ohne Probefahrt möglich und ich kann dadurch den Kreis der in Frage kommenden Maschinen bereits einschränken.
In nächsten Schritt würde ich dann versuchen auf den "übrig" gebliebenen Maschinen jeweils eine Probefahrt durchzuführen.
Gespannt bin ich auf die Vierzylinder Modelle, da das Ruckeln (Lastwechselreaktionen) in zweiten und dritten Gang bei 50 und 30 km/h durchaus gewöhnungsbedürftig ist.
Wobei ich bei diesem Punkt sicher noch hohes persönliches Optimierungspotential habe.
Auch der Ansatz, ein gerauchtes 48 PS Anfänger/Eingewöhnungsmotorrad für die erste Saison anzuschaffen und nach ausgiebigen Üben auf die "eigentliche" Maschine umzusteigen ist durchaus interessant, denn dann wäre dem Trend zum Zweitmotorrad schon mal Genüge getan. Wäre auch dahingehend interessant, das meine Tochter dies dann in zwei Jahren "übernehmen" könnte.
Die endgültige Entscheidung würde ich davon abhängig machen wollen, wie die Probefahrten verlaufen.
Sollte ich bei einer Probefahrt den Eindruck gewinnen "Die ist es" dann würde ich direkt zuschlagen.
Ein Intensiv Sicherheitstraining habe ich bereits gebucht.


Gruß


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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon uodalrich » Fr, 9. Jun 2017, 20:56

Na so wie sich das liest, bist Du genau auf den richtigen Nenner gekommen :pro: . Egal welches Bike es nun letztendlich wird (mach Dich auf Grabenkämpfe mit Deiner Tochter gefasst - ich kenne das :D ) - Du wirst sicher die richtige Entscheidung treffen. Meist entscheidet eh das Bauchgefühl.
Ich habe mich seinerzeit, auch wegen dem entspannten Kniewinkel gegenüber anderen Maschinen, für die kleine V-Strom entschieden. Für mich die perfekte Anfänger- oder Wiedereinsteigermaschine.
Mit freundlichen Grüßen aus dem mittleren Franken

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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon Blackjack » Mo, 19. Jun 2017, 8:00

Ein fröhliches Guten Morgen in die Runde. Ich kann Marbles Fragen auch gut nachvollziehen. Ich bin 56 und stand vor der ähnlichen Frage. Nach einem schönen Wochenende mit dem Sohnemann und intensiven Gedankenaustausch, steht für mich fest eine V-Strom 650 ab ca. BJ. 2012 oder Late-2011er soll es sein. Ich bin 183 groß und bringe leider z. Zt. ca. 95 Kg auf die Waage. Dennoch reicht es völlig aus bei uns im Schwarzwald oder gegenüber in den Vogesen sicher "rumzukurven". Ich stand auch vor der Überlegung in meinem Alter als Zweirad-Späteinsteiger, was soll es denn bitte sein? Ich pendelte zwischen BMW 650-Twin 800, BMW 700 & 800 GS und kam bei allem Gefühl und Verstand als lebensälterer Anfänger auch auf die Suzuki zurück. Gut Alter ist kein Verdienst, das wird man von alleine jeden Morgen, aber ich denke, informieren, ausprobieren, Herz, Bauch, Kopf u. Portemonnaie (Partnerin??) befragen, mischen und entscheiden. ;-). Ob es unbedingt eine 1000er sein muss, scheint mir nicht zwingend wichtig. Wenn ich eine für meine Preisvorstellungen fände, okay, einpacken und mitnehmen. Wie Du Dich entscheidest, denn, dass musst Du zwangsläufig unabhängig davon wer was sagt oder schreibt, Dein Gefühl beim ersten Fahren wird es Dir sicherlich deutlich "mitteilen". Es muss einfach irgendwie zu dir passen, egal wie groß oder klein die Zahl auch ist. ;D
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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon uodalrich » Mi, 21. Jun 2017, 21:50

Blackjack hat geschrieben:Ein fröhliches Guten Morgen in die Runde. Ich kann Marbles Fragen auch gut nachvollziehen. Ich bin 56 und stand vor der ähnlichen Frage. Nach einem schönen Wochenende mit dem Sohnemann und intensiven Gedankenaustausch, steht für mich fest eine V-Strom 650 ab ca. BJ. 2012 oder Late-2011er soll es sein. Ich bin 183 groß und bringe leider z. Zt. ca. 95 Kg auf die Waage. Dennoch reicht es völlig aus bei uns im Schwarzwald oder gegenüber in den Vogesen sicher "rumzukurven". Ich stand auch vor der Überlegung in meinem Alter als Zweirad-Späteinsteiger, was soll es denn bitte sein? Ich pendelte zwischen BMW 650-Twin 800, BMW 700 & 800 GS und kam bei allem Gefühl und Verstand als lebensälterer Anfänger auch auf die Suzuki zurück. Gut Alter ist kein Verdienst, das wird man von alleine jeden Morgen, aber ich denke, informieren, ausprobieren, Herz, Bauch, Kopf u. Portemonnaie (Partnerin??) befragen, mischen und entscheiden. ;-). Ob es unbedingt eine 1000er sein muss, scheint mir nicht zwingend wichtig. Wenn ich eine für meine Preisvorstellungen fände, okay, einpacken und mitnehmen. Wie Du Dich entscheidest, denn, dass musst Du zwangsläufig unabhängig davon wer was sagt oder schreibt, Dein Gefühl beim ersten Fahren wird es Dir sicherlich deutlich "mitteilen". Es muss einfach irgendwie zu dir passen, egal wie groß oder klein die Zahl auch ist. ;D


Dem ist im Grunde nichts mehr hinzuzufügen :pro:
Mit freundlichen Grüßen aus dem mittleren Franken

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Re: Alter Anfänger Ü50 - V-Strom 1000 XT sinnvoll?

Beitragvon Spank » Di, 27. Jun 2017, 14:05

Moin,

Ich habe mit Anfang 40 meine Moped-Pappe nachgeschoben und bin nun mit 50 Lenzen auf dem Buckel ein paar Jahre zweirädrig motorisiert unterwegs, inzwischen mit der 650er L3 V-Strom, die erste war eine Suzuki Bandit 650 mit einem sahne-seidigen und sanft, aber präsent druckvollem Reihenvierer - das letzte luftgekühlte Modell. Übrigens auch ein allerliebstes Einsteigereisen mit genug Reserven für die erfahreneren Tage :pro: :pro:

Die Entscheidung für beide Maschinen fiel jeweils nach einer ausgiebigen Probefahrt. Ich hatte mich wie Du durch diverse Tests gelesen, meine Anforderungen spezifiziert und dann geguckt was es für Mopeds gibt, die dazu passen. Es kristallisierte sich dabei gerade bei der ersten Maschine schnell ein Favorit heraus, von dem ich nach 10 Minuten Probe fahren wusste: DIE wird`s nicht! Soll am Ende heißen: Lesen kann man soviel man will, am Ende entscheidet das Gefühl auf dem Bock. Die Bandit wurde letztes Jahr gegen eine junge gebrauchte V-Strom eingetauscht, da ich mit 1,95 Metern gerne etwas aufrechter sitzen wollte und mir der Kniewinkel auf der Bandit zu spitz wurde und ich nach einer Stunde immer Knieschmerzen hatte.

Ich konnte gestern eine 1000er ausgiebig Probe fahren und will Dir mal meinen persönlichen Eindruck im Vergleich zur 650er schreiben. Vielleicht hilfts...

Gestern habe ich meine 650er zur Inspektion gebracht und vom Freundlichen eine neue 1000er als Ersatzfahrzeug mitbekommen. Ich hatte letztes Jahr schon mal eine und war nur mäßig begeistert, aber da hat es auch geregnet, ich hatte kaum Zeit und bin nur eine kurze Strecke zum Job und zurück gefahren.
Aber da in Deutschland (und Östereich) im Gegensatz zum Rest der Welt Prestige und PS eine Symbiose eingehen, Motorrad fahren ja ab 1000ccm erst anfängt und man unter 100 PS ja kaum eine Steigung hochkommt (wie mache ich das nur immer mit meinen Mopeds...) und unter 100Nm das Fahren ja eher zäh ist und zudem laaaaangweilig ...Gestern also: Probefahrt!

Als erstes: Die 1000er V Strom ist ein tolles Motorrad, hat "Bumms" ohne Ende, ist total handig und super zu fahren! :pro:
Ich bin kein Blümchenpflücker, aber auch kein Rennfahrer. Ich versuche mich zügig mit Fahrspaß, aber auch sicher und mit Voraussicht im Verkehr zu bewegen. :whis:

Fährt man die 1000er "normal", d.h. kultiviert + zivilisiert, so wie der normale Verkehr es zulässt, ohne gewaltig am Kabel zu reißen oder den wilden Mann zu spielen, habe ich eigentlich kaum einen Unterschied zur 650er gespürt. Das ging mir schon bei der ersten Fahrt im letzten Jahr so.. Erst beim Blick auf den Drehzahlmesser wird klar: OK, es passiert alles 1000 U/min früher wg. des höheren Drehmoments....
Der Motor läuft aber etwas auch rauer als der seidenweiche V2 der 650er und die 1000er ist wegen der größeren beweglichen Massen etwas weniger verzeihlich beim etwas untertourigem Tuckern z. B. im 4. bei 50 km/h im Stadtverkehr oder beim schalt-faulen rollen um die Kurven. DA ist die 650er fast sanfter, hackt nicht so mit der Kette und verzeiht eher auch mal einen zu hohen Gang und reagiert nicht so ruppig. Gewöhnungsprozess aber: Guck an...hätte ich nicht gedacht...

Beim beherzten Zug am Gashahn ist schnell das gewaltige Drehmoment der 1000er zu spüren, das die Maschine schon ab gut 3000 U/min bietet. DA passiert wirklich was, da lauert ein echter Bulle in den Zylindern!
Allerdings flutschte mir zweimal auch kurz das Hinterrad leicht und funkte dann die TC dazwischen und nahm mir Leistung weg - dabei bin ich gefühlt gar nicht SO grob gefahren... :?: :?: :!:... Hmm...wenn das im normalen Fahrbetrieb solo auf trockener Straße passiert, könnte man sich ja fragen: Wozu die Leistung, wenn ich sie eh nicht auf die Straße bringen kann...? Da war doch dieser Spruch von den maximal 70 PS, die ein durchschnittlich schlechter Gelegenheits-Freizeit-Mopedfahrer so wie ich, eigentlich in der Lage ist auf die Straße zu bringen, ohne in der Gefahr zu sein, in die Heide zu fliegen....

Die 1000er hat allerdings DAS Mehr an Leistung und Druck, das ich mir bei der 650er mit der Sozia hinten drauf z.B. beim Überholen manchmal wünsche.
Solo kann ich dieses Mehr an Leistung im normalen Fahrbetrieb bei normalem Verkehr aber kaum abrufen und gefahrlos einsetzen. Ich fahr zu 90 Prozent solo, Touren sowieso.. so what? 3 bis 5x im Jahr zur Eisdiele und zum Strand sind wir zu zweit auch immer gut hingekommen...eigentlich hat da auch nie was gefehlt.

Damit kommt der nächste Punkt:
-Auf der Landstraße (gute, bekannte Strecke, Feierabendrunde) bei normalen, entspannten Verkehrsverhältnissen konnte ich den zusätzlichen Punch nie so abrufen, wie er zur Verfügung stand.
-An Stellen, an denen ich mit der 650er nicht überhole, tue ich es mit der 1000er auch nicht- zumindest, wenn ich keine Kamikazie-Einsätze fahren will. Dort wo ich mit der 1000er überhole, kann ich es mit der 650er auch- ohne das mir Leistung fehlt, drehe sie halt nur etwas höher aus.

-Die 1000er liefert ab guten 3000 Touren einen gewaltigen Wumms, macht aber ab guten 6000 U/min den Sack recht fix wieder zu.
-Die 650er drückt zwischen 3500 und 8000 zwar nicht ganz so dolle aber auch schön satt und linear und bekommt bei knapp 8000 U/min noch mal nen richtigen Tritt wie ein kleiner Nachbrenner.

-Die 650er ist zwar etwas handiger, die 1000er steht ihr aber kaum was nach. Schon geil für ne fette 1000er!
-Da wo mir die 650er Bremse manchmal zu matschig ist, ist mir die 1000er Bremse fast zu giftig. Im ADAC-Sicherheitstraining habe ich aber die gute Bremsleistung der 650er mit ihrem fein regelnden ABS erbremmsen dürfen. Sie neigt zudem nicht zu Stoppies.

-Im Solo-Betrieb finde ich die 650er auch von der Fahrwerksabstimmung her komfortabler. Durch den schmaleren Tank sitze ich zudem besser.
-Bei der 1000er steht beim Spritverbrauch bei normaler Fahrweise eine satte 5 vor dem Komma, bei der 650er eine schmale 4. Beim Durchladen auf der Autobahn geht diese Spreizung noch weiter auseinander.
-Der Windschutz der neuen 1000er mit der verstellbaren Neigung der Scheibe ist super!
- MEINE 650er schaltet sich weicher.
-ICH finde den Schnabel und das Zyklopenauge der neuen Modelle potthäßlich. :contra:

Du merkst schon: Ich fand die 1000er super, aber Im Vergleich löste bei sie keinen "Haben wollen Effekt" aus, sondern ich bin ganz zufrieden wieder auf meine Lütte gestiegen und dachte sofort: "Passt doch alles!" Jedenfalls hatte ich kein deutliches "Mehr" an Fahrspaß. Wenn ich jetzt noch überlege, dass die 1000er neu gut 5000 Euro mehr kostet und höhere Unterhaltskosten hat, frage ich mich (... jemand anderes mag das anders sehen!!) zumindest solange ich überwiegend solo unterwegs bin: Wo ist der Mehrwert, der diese Investition rechtfertigt?

Das sehen übrigens auch Andere so - Diesen Vergleich hier: http://www.motorradonline.de/vergleichs ... 97658.html
kann ich weitestgehend bestätigen.

Wenn es denn ein Twin sein soll und eine Tourenmaschine, würde ich Dir eine junge, gebrauchte 650er empfehlen und dann erst mal fahren + Spaß haben.
Investition ist überschaubar, Moped ist die eierlegende Wollmilchsau, machst Du nix verkehrt mit und verbrennst bei einer Gebrauchten im Zweifelsfalle auch kein Geld - die sind recht ab einem Alter von 2 bis 3 Jahren recht wertstabil. In Sachen Komfort, Fahrspaß, Vielseitigkeit und PS-Leistung wird es Dir gerade zum Anfang aller Wahrscheinlichkeit jedenfalls nach an nichts fehlen... in Sachen Prestige-Leistung....???

Besten Gruß und viel Erfolg! :lol:
Wenn Motorrad fahren etwas mit Vernunft zu tun hätte, würde ich es nicht machen...
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