Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

alles zum Thema Bereifung

Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon V2-Oli » Sa, 19. Aug 2017, 23:31

natty_racer hat geschrieben:Sägezahnbildung ist immer ein Zeichen für ein sehr schlecht eingestelltes Fahrwerk, das hat erstmal nichts mit dem Reifen zu tun. [...]


Starkes Statement. Aber ein Forum lebt ja davon, dass jeder seine Ansicht zum Besten gibt. Möchte ich dann auch kommentieren, auch wenn ich mein Geld nicht im Motorradsektor verdiene und somit kein Profi bin. ;-)

Ich glaube auch, dass die Einstellung und der Zustand des Fahrwerks das Verschleißbild der Reifen beeinflußt, aber es ist vielleicht etwas zu sehr vereinfacht es zum eizigen Grund für Sägezahnbildung zu erklären. Wenn das so wäre, habe ich bisher nur Motorräder mit sehr schlecht eingestelltem Fahrwerk gefahren, insbesondere wäre meine V-Strom schon beim Neukauf von Händler mit sehr schlecht eingestelltem Fahrwerk ausgeliefert worden. Und viele andere im Forum scheien auch bei neuen Maschinen Sägezähne zu bekommen.
Ebenso möchte ich anzweifeln, dass Sägezähne nur durch Bremsen in der Kurve entstehen, auch wenn die Bremserei sicherlich die Sägezahnbildung beeinflußt.

Nach meinem phyiskalischen Verständnis bilden sich Sägezähne verstärkt dann, wenn in einem Bereich der Lauffläche die Seitenkräfte vorwiegend in die gleiche Richtung gehen. Das ist an den Flanken (oder korrekter den Schultern) der Reifen wegen der Fliehkraft unvermeidbar von der Mitte zum Rand. Zusätzlich beim Bremsen von vorn nach hinten, und am Hinterrad durchs Beschleunigen auch noch in Gegenrichtung.
Und dabei kommt sicher auch die Beschaffenheit der Reifen ins Spiel, was Profilmuster, Karkasse and Gummimischung betrifft. Das ist neben den Tipps zum Verringern des Effekts meine ursprüngliche Frage gewesen.
Ich lasse Euch bei Zeiten wissen, ob ich mit meinem neuen A40 bei unverändertem Fahrwerk und unveränderter Fahrweise weniger oder keinen Sägezahn bekomme.

@natty_racer
Was fährst du denn für Reifen? Wenn ich dich richtig verstehe, hast du keine Sägezahnbildung. Wär dabei auch gut zu wissen, ob du auf der letzten Rille oder eher gemütlich unterwegs bist.

Gruß Oli
Grüße aus dem Aachener Land, Oli
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon V2-Oli » Sa, 19. Aug 2017, 23:38

M. aus L. hat geschrieben:Heute habe ich bei meiner 650er neue Reifen montiert.
[...]
Jetzt habe ich wieder die Dunlop Trailsmart aufgezogen, ich glaube der dritte oder vierte Satz (incl. TR91). :pro:

Sieht in der Tat sehr gut aus, der PST2 von dir. :pro:
Hattest du denn auf den Trailsmart und TR91 auch keine Sägezahnbildung? Meine hatten das nämlich recht stark.
Gruß, Oli
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon M. aus L. » So, 20. Aug 2017, 8:15

V2-Oli hat geschrieben:Hattest du denn auf den Trailsmart und TR91 auch keine Sägezahnbildung? Meine hatten das nämlich recht stark.
Gruß, Oli


Doch, auch bei mir war der Dunlop bisher immer sägezahnartig abgenutzt.
Allerdings hatte das keinerlei Einfluss auf die Nutzung und der Dunlop gefällt mir in der Summe seiner Eigenschaften einfach am besten.
Jedoch muss ich zugeben, das ich noch keinen Reifen mit einem so ebenmäßigen Verschleißbild hatte wie den PST2.
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon stromer104 » So, 20. Aug 2017, 9:31

natty_racer hat geschrieben:@stromer104:
Wie viel wiegst du? Hast du irgendwelche schweren Anbau teile wie sturzbügel oder so am Motorradl?
Welcher reifendruck?


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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon Kroschfönig » So, 20. Aug 2017, 10:31

Das ist schon ein heftiges Verschleissbild :o

Ein ähnliches Bild hatte ich das letzte Mal mit einem BT45 auf meiner NTV gehabt.
Den Sägezahn bei dem BT45 habe bis zur kurz vor den Profilgrund immer tapfer ignoriert. In irgendeinem Video auf YouTube, wurde auch mal die Aussage gemacht, dass nur 3/4 oder 85% des Hauptprofiles in einwandfreiem Zustand sein müssen. Hab ich aber nicht verifiziert.

Zu der jetzigen Maschine kann ich bezüglich Sägezahn leider keine Aussage machen. Der Brückenstein wurde vorzeitig von einer dicken Schraube ermordet und der PST II ist erst bei 2800. Ich muss ehrlich sagen, dass ich bezüglich der Laufleistung bei dem PST II etwas verunsichert bin. Ich Frage mich ob er die geplante Septembertour(Seealpen, Meran oder Dolomiten) aushalten wird.
Zur Not kommt unterwegs irgendeine Pelle drauf, ich werde sehen.
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon V2-Oli » So, 20. Aug 2017, 21:35

M. aus L. hat geschrieben:
V2-Oli hat geschrieben:Hattest du denn auf den Trailsmart und TR91 auch keine Sägezahnbildung? Meine hatten das nämlich recht stark.
Gruß, Oli


Doch, auch bei mir war der Dunlop bisher immer sägezahnartig abgenutzt.
Allerdings hatte das keinerlei Einfluss auf die Nutzung und der Dunlop gefällt mir in der Summe seiner Eigenschaften einfach am besten.
Jedoch muss ich zugeben, das ich noch keinen Reifen mit einem so ebenmäßigen Verschleißbild hatte wie den PST2.

Wie war denn die Laufleistung des PST2 bei dir im Vergleich zu den Dunlops?
Grüße aus dem Aachener Land, Oli
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon natty_racer » So, 20. Aug 2017, 23:34

@v2 oli: ich habe meine 1000er abs erst seit ein paar Wochen und kann noch nichts dazu sagen. Ich habe sie gebraucht gekauft und es war noch die erstbereifung drauf, die hatte zumindest keinen sägezahn.

Du hast schon recht, es spielt auch der Fahrstil, Asphalttemperatur etc mit rein, sicherlich gibt es auch Reifen die weniger anfällig dafür sind als andere. Aber: selbst wenn du keine profilrillen hast nutzt sich der Reifen bei einem schlecht eingestelltem Fahrwerk schneller ab. Nicht umsonst werden viele rennen in der motogp durch ein besseres Fahrwerkssetup entschieden da die Reifen länger halten und entsprechend auch mehr grip haben. Falls es dich interessiert such auf YouTube mal nach Dave Moss, der hat ein paar gute Videos zu den verschiedenen Verschleißerscheinungen...

@stromer104: der sägezahn kann durch ein zu langsam oder zu schnelles ausfedern entstehen. Aufgrund deiner Beschreibung würde ich vermuten dass es zu langsam ausfedert. D.h. Bei mehreren bodenwellen hintereinander bleibt die Gabel eingefedert und arbeitet ständig eher im unteren Bereich und kann vom federweg nur einen Bruchteil nutzen. Was du versuchen kannst ist mehr Federvorspannung, druckstufe ein bisschen weiter zu drehen und die Zugstufe weiter auf.
Kann auch sein dass du andere gabelfedern mit einer angepassten federhärte sowie einen (Gabel-)Ölwechsel bräuchtest. Bei deiner laufleistung würde es sich schon lohnen die Gabel zu einem fahrwerksspezialisten zu geben, das kostet auch nicht die Welt und du hast danach ein deutlich besseres Fahrgefühl.
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon Wulfmans » Mo, 21. Aug 2017, 1:39

natty_racer hat geschrieben:@v2 oli: ich habe meine 1000er abs erst seit ein paar Wochen und kann noch nichts dazu sagen. Ich habe sie gebraucht gekauft und es war noch die erstbereifung drauf, die hatte zumindest keinen sägezahn.

Du hast schon recht, es spielt auch der Fahrstil, Asphalttemperatur etc mit rein, sicherlich gibt es auch Reifen die weniger anfällig dafür sind als andere. Aber: selbst wenn du keine profilrillen hast nutzt sich der Reifen bei einem schlecht eingestelltem Fahrwerk schneller ab. Nicht umsonst werden viele rennen in der motogp durch ein besseres Fahrwerkssetup entschieden da die Reifen länger halten und entsprechend auch mehr grip haben. Falls es dich interessiert such auf YouTube mal nach Dave Moss, der hat ein paar gute Videos zu den verschiedenen Verschleißerscheinungen...

@stromer104: der sägezahn kann durch ein zu langsam oder zu schnelles ausfedern entstehen. Aufgrund deiner Beschreibung würde ich vermuten dass es zu langsam ausfedert. D.h. Bei mehreren bodenwellen hintereinander bleibt die Gabel eingefedert und arbeitet ständig eher im unteren Bereich und kann vom federweg nur einen Bruchteil nutzen. Was du versuchen kannst ist mehr Federvorspannung, druckstufe ein bisschen weiter zu drehen und die Zugstufe weiter auf.
Kann auch sein dass du andere gabelfedern mit einer angepassten federhärte sowie einen (Gabel-)Ölwechsel bräuchtest. Bei deiner laufleistung würde es sich schon lohnen die Gabel zu einem fahrwerksspezialisten zu geben, das kostet auch nicht die Welt und du hast danach ein deutlich besseres Fahrgefühl.


Was ich hier erst mal nicht machen würde wäre die Federvorspannung erhöhen. Federvorspannung erhöhen verändert die Fahrzeuggeometrie, nicht aber die Dämpfung. Erst wenn ich überhaupt keinen Erfolg über die Dämpfereinstellung hätte würd ich an die Federn gehen.(evtl. härtere) Immer vorausgesetzt das sowieso gescheites Gabeloel drin ist. Im übrigen ist für die Straße ehr eine etwas weichere als zu harte Einstellung die bessere Wahl weil wir nicht wie auf der Rennstrecke einen gleichbleibenden Belag haben. Letztendlich wird das alles auf einen Kompromiss raus laufen - zugeständnis auf der einen Seite bedeutet immer abstrich auf der anderen.
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon Wulfmans » Mo, 21. Aug 2017, 1:55

stromer104 hat geschrieben:
natty_racer hat geschrieben:@stromer104:
Wie viel wiegst du? Hast du irgendwelche schweren Anbau teile wie sturzbügel oder so am Motorradl?
Welcher reifendruck?


110kg, nur Topcase, 2,5/2,9bar


Täuscht das Bild oder ist da wirklich eine veränderte Reifenverfärbung von Mitte nach Aussen zu sehen ? :???:
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon stromer104 » Mo, 21. Aug 2017, 9:16

natty_racer hat geschrieben:@v2 oli: ich habe meine 1000er abs erst seit ein paar Wochen und kann noch nichts dazu sagen. Ich habe sie gebraucht gekauft und es war noch die erstbereifung drauf, die hatte zumindest keinen sägezahn.

Du hast schon recht, es spielt auch der Fahrstil, Asphalttemperatur etc mit rein, sicherlich gibt es auch Reifen die weniger anfällig dafür sind als andere. Aber: selbst wenn du keine profilrillen hast nutzt sich der Reifen bei einem schlecht eingestelltem Fahrwerk schneller ab. Nicht umsonst werden viele rennen in der motogp durch ein besseres Fahrwerkssetup entschieden da die Reifen länger halten und entsprechend auch mehr grip haben. Falls es dich interessiert such auf YouTube mal nach Dave Moss, der hat ein paar gute Videos zu den verschiedenen Verschleißerscheinungen...

@stromer104: der sägezahn kann durch ein zu langsam oder zu schnelles ausfedern entstehen. Aufgrund deiner Beschreibung würde ich vermuten dass es zu langsam ausfedert. D.h. Bei mehreren bodenwellen hintereinander bleibt die Gabel eingefedert und arbeitet ständig eher im unteren Bereich und kann vom federweg nur einen Bruchteil nutzen. Was du versuchen kannst ist mehr Federvorspannung, druckstufe ein bisschen weiter zu drehen und die Zugstufe weiter auf.
Kann auch sein dass du andere gabelfedern mit einer angepassten federhärte sowie einen (Gabel-)Ölwechsel bräuchtest. Bei deiner laufleistung würde es sich schon lohnen die Gabel zu einem fahrwerksspezialisten zu geben, das kostet auch nicht die Welt und du hast danach ein deutlich besseres Fahrgefühl.


@natty_racer
Erstmal Danke für deinen Tipp.
Ist natürlich ein guter Tipp, aber wie soll ich das dann prüfen, ob es Erfolg hat?
Kann ich dann nur sehen, wenn ich einen neuen Reifen aufziehe, und das wird dann auch erst nach 3000-4000km zusehen sein.
Außer ich gehe wirklich wieder auf den MPR4 zurück, mit dem war ja alles ok.


Werkeinstellung (meine Einstellung) (dein Tipp)
Gabel:
Zugstufe (oben): 8 von 14 auf (9 von ) (11von)
Druckstufe (unten): 8 von 18 auf (9 von) (7von)
4 Ringe (3Ringe)
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon M. aus L. » Mo, 21. Aug 2017, 10:08

@stromer104
Wenn ich mir das Foto von deinem Reifen ansehe und daraus Rückschlüsse auf deinen Fahrstil schließe, komme ich zu folgender Vermutung:
Du fährst mit ordentlich Speed auf die Kurven zu, bremst dann recht hart herunter und durchfährst die Kurven dann mit moderater Schräglage.
Zu diesem Schluß komme ich, weil es so aussieht das der äußere Bereich des Reifens noch ziemlich unberührt ist. Daher denke ich, das du nicht besonders gerne tiefe Schräglagen fährst.
Ist ja auch nichts gegen einzuwenden.
Willst du das Verschleißbild deines Vorderreifens verbessern, wirst du wohl deinen Fahrstil zu einer homogeneren Fahrweise hin verändern müssen.
Das heißt, entweder weniger Speed auf den Geraden bzw. weniger hart bremsen vor der Kurve, oder die Kurven mit mehr Speed und somit mehr Schräglage durchfahren.
Ist aber nur meine Vermutung und soll bitte nicht falsch verstanden werden.
Noch eine Frage: Wie lange halten deine vorderen Bremsbeläge?
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon stromer104 » Mo, 21. Aug 2017, 10:37

M. aus L. hat geschrieben:@stromer104
Wenn ich mir das Foto von deinem Reifen ansehe und daraus Rückschlüsse auf deinen Fahrstil schließe, komme ich zu folgender Vermutung:
Du fährst mit ordentlich Speed auf die Kurven zu, bremst dann recht hart herunter und durchfährst die Kurven dann mit moderater Schräglage.
Zu diesem Schluß komme ich, weil es so aussieht das der äußere Bereich des Reifens noch ziemlich unberührt ist. Daher denke ich, das du nicht besonders gerne tiefe Schräglagen fährst.
Ist ja auch nichts gegen einzuwenden.
Willst du das Verschleißbild deines Vorderreifens verbessern, wirst du wohl deinen Fahrstil zu einer homogeneren Fahrweise hin verändern müssen.
Das heißt, entweder weniger Speed auf den Geraden bzw. weniger hart bremsen vor der Kurve, oder die Kurven mit mehr Speed und somit mehr Schräglage durchfahren.
Ist aber nur meine Vermutung und soll bitte nicht falsch verstanden werden.
Noch eine Frage: Wie lange halten deine vorderen Bremsbeläge?


Ok, das stimmt, dass ich recht spät die Kurven anbremse, aber auch auf der Geraden vor dem Ortsschild.
Meine Schräglagen reichen mir aus und in unserer zügigen Gruppe bin ich auch immer dabei.
Zum Angststreifen komme ich nicht, hinten ca. noch 0,5cm Rand.
Bremsbeläge habe ich bei 21000km gewechselt, war noch 0,5mm Nut zu sehen.
Aber meine Fahrweise hat sich die letzten Jahre nicht verändert und den MPR4 bin ich ca.11000km ohne Sägezahn gefahren.
Ciao
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon Wulfmans » Mo, 21. Aug 2017, 17:06

@ stromer104
Fahrwerkseinstellung:
Werkeinstellung (meine Einstellung)
Gabel:
Zugstufe (oben): 8 von 14 auf (9 von )
Druckstufe (unten): 8 von 18 auf (9 von)
4 Ringe
Federbein:
Vorspannung: 11 von soft (14 von)
Zugstufe: 1,25 von 3 auf

Fahrstil: zügig, Spätbremser
90% solo,
95% Landstr., 5% BAB, wenn es sein muss
Voralpenland, Alpen querbeet

Einstellungen Wulfman: Gewicht: 100kg / Körperliche Länge: 186cm
Vorne: Zugstufe 5 Druckstufe 11 Vorspannung: 3 Ringe
Hinten: Zugstufe 1,5 Vorspannung 11
Fahrstil: zügig, rund und fließend
90% Solo-Landstraße -Oberbergisches Land , Eifel und Sauerland
Rest verteilt sich auf AB wenn es sein muss und Stadtverkehr

An meinem Holzreifen (12000 km -Erstbereifung) bildet sich langsam echt nur minimal Sägezahn am Vorderreifen (nicht Spürbar). Schätze noch ca 1500km dann fliegen beide runter. Meinen Hinterreifen benutze ich auch ganz - (hab ich ja auch bezahlt ;D )außer die rechte Seite bis auf ca 2mm, zu Gunsten meiner Auspuffanlage. Allerdings habe ich nicht wie Du diese Ungleichmäßige Verfärbung und Abnutzung an den Flanken weder am Vorderrad noch am Hinterrad. Ich wage mal eine kesse Aussage- Wenn wir beide zusammen Moped fahren würden ist der eine nicht unbedingt schneller als der andere, allerdings fährt der eine 12000km mit seinem Reifen und der andere nur 6000km oder so. Ich weiß nicht in wie weit Du mir da zustimmst. Mal noch ne andere Frage: Warum hast Du eigentlich den Holzreifen gegen einen anderen getauscht? Hattes Du an dem auch schon Sägezahn? ist der gerutscht? hatte der zu wenig Gripp oder war er einfach nur bei Regen Müll? Zugegeben, im Regen fahre ich echt vorsichtiger und traue da KEINEM REIFEN. Mein Fazit aus der ganzen Diskussion hier ist: Bei meinem Fahrstil und Fahrwerksabstimmung werd ich einen Teufel tun und einen anderen Reifen als den Holzreifen fahren. Ich bin meinem Geld nicht böse. Weiter bin ich davon überzeugt das ein umrüsten auf Wilbers vorne und hinten nicht wirklich nötig ist wenn das Fahrwerk richtig abgestimmt ist, es sei denn, das man mit seinem Fahrstil den eigentlichen Zweg dieser Maschine verfehlt. Der Trent geht ja zum zweit Moped. Fasse das ganze bitte nicht als Provokation auf sondern nur als einen Gedankenanstoß :pro:
Gruß Wulfman
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon natty_racer » Mo, 21. Aug 2017, 17:26

stromer104 hat geschrieben:
@natty_racer
Erstmal Danke für deinen Tipp.
Ist natürlich ein guter Tipp, aber wie soll ich das dann prüfen, ob es Erfolg hat?
Kann ich dann nur sehen, wenn ich einen neuen Reifen aufziehe, und das wird dann auch erst nach 3000-4000km zusehen sein.
Außer ich gehe wirklich wieder auf den MPR4 zurück, mit dem war ja alles ok.


Werkeinstellung (meine Einstellung) (dein Tipp)
Gabel:
Zugstufe (oben): 8 von 14 auf (9 von ) (11von)
Druckstufe (unten): 8 von 18 auf (9 von) (7von)
4 Ringe (3Ringe)


Ja würde ich mal so ausprobieren wie du es geschrieben hast.
Federvorspannung würde ich gleich auf 2 oder 1 Ringe stellen. Ja spätestens beim neuen Reifen siehst du's dann. Beim jetzigen kannst du höchstens das ableben ein bisschen weiter hinauszögern. ;-)
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Re: Sägezahnbildung bei verschiedenen Reifen

Beitragvon V2-Oli » Mo, 18. Sep 2017, 12:54

Hallo allerseits!
Ich wollte mal ein Update hinsichtlich Sägezahn beim Bridgestone A40 geben, den ich vergangene Woche 3000 km auf meiner 650er gefahren habe. Davon 1000 Autobahn und 2000 durch die Alpen. ;D
Es ist praktisch keine Sägezahnbildung an den Schultern der Profilfläche zu erkennen. Der Abrieb ist auch beim Vorderreifen sehr gleichmäßig bis an den äußersten Rand, und verspricht bei super Fahreigenschaften auch eine überduchschnittlich lange Laufleistung.
Damit ist der A40 der erste Reifen, bei dem ich an den Schlutern keinen Sägezahn habe. Definitiv eine Empfehlung für alle die gerne sehr schräg um die Kurven wollen. :pro:
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