DL 1000: Ab 50.000 km Reparaturintensiv?

Motor, Kupplung, Getriebe, Kette

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DL 1000: Ab 50.000 km Reparaturintensiv?

Beitragvon Tom5678 » Fr, 9. Mär 2018, 23:15

Hallo werte Erfahrenen,

möchte mir ggf. eine V Strom 1000 Bj. 2004 mit 50.000 km anschaffen.
Doch der 50.000km Dauertest in 02/2004 zeigte Austauschnotwendigkeit der Auslassventile, der Lambda-Sonde sowie vorzeitiger Verschleiß von Steuerkopflager, Radlager, Ruckdämpfer und Kettenradträgerlager.

Als Schrauber kann ich das grundsätzlich machen, doch muss es nicht wirklich bald nach dem Kauf sein. Darum würde mich interessieren ob dies Einzelfälle sind oder ihr aus eurer Erfahrung heraus 50.000km als “beginnende Reparaturintensivität“ einstufen würdet.
Ich könnte auch Bj. 2002 mit nur 30.000 km haben, aber eben ohne die danach erfolgten Modifikationen wie Kupplungskorb (wenn´s denn dauerhaft ist), einstellbare Gabel, Getriebe/ Schaltung, Kurbelgehäuse und Ölspritzdüsen.

Könnt ihr mir bitte folgende 5 Fragen beantworten:
1. Unterliegt eine V-Strom 1000 mit 50.000 km üblicherweise einer beginnenden Reparaturintensivität?
2. Gibt es eine einfache Lösung um die Kupplungshebelkraft spürbar zu reduzieren?
Eine kürzere Distanz vom Hebel zum Lenker ist klar angenehmer zu greifen, reduziert aber nicht die notwendige Zugkraft
3. Wie kommt es zu den starken Unterschieden beim Spritverbrauch?
4. Ist das original Suzuki Werkstatthandbuch unabdingbar oder sind Alternativen gleichwertig und vollständig?
5. Ist in den Handbüchern auch die Einstellung der Drosselklappen (sofern ich sie drin lasse) und ggf. die Einspritzung usw. beschrieben?

Vielen Dank für eure Antwort
Tom
Tom5678
 
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Re: DL 1000: Ab 50.000 km Reparaturintensiv?

Beitragvon jörg » Sa, 10. Mär 2018, 0:58

Tom5678 hat geschrieben:Könnt ihr mir bitte folgende 5 Fragen beantworten:
1. Unterliegt eine V-Strom 1000 mit 50.000 km üblicherweise einer beginnenden Reparaturintensivität?
2. Gibt es eine einfache Lösung um die Kupplungshebelkraft spürbar zu reduzieren?
Eine kürzere Distanz vom Hebel zum Lenker ist klar angenehmer zu greifen, reduziert aber nicht die notwendige Zugkraft
3. Wie kommt es zu den starken Unterschieden beim Spritverbrauch?
4. Ist das original Suzuki Werkstatthandbuch unabdingbar oder sind Alternativen gleichwertig und vollständig?
5. Ist in den Handbüchern auch die Einstellung der Drosselklappen (sofern ich sie drin lasse) und ggf. die Einspritzung usw. beschrieben?

Vielen Dank für eure Antwort
Tom


zu 1. Nein

zu 2. ja:
Bild ansonsten gibts nichts

zu 3.
Blümchenpflücker vs Kurvenkratzer eine normale alte DL braucht 6 bis 7.x ltr.

zu 4. wenn du schrauben willst ist es unabdingbar, zum Beseitigen von Wackelstühlen oder zur Bekämpfung lästiger Flugsaurier taugt auch das Bucheli-Teil (aber nur dafür)

zu 5. Nein, aber hier in der Knowledge Base
Schöne Grüsse aus Tettenborn
Jörg
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Re: DL 1000: Ab 50.000 km Reparaturintensiv?

Beitragvon Hiltowner » Sa, 10. Mär 2018, 8:39

jörg hat geschrieben:
zu 2. ja:
Bild ansonsten gibts nichts



:glol: :glol:
Kopfkino! In der Winterpause abends vorm Fernseher mal ne Stunde die Handkraft trainieren.
Muss man aber aufpassen, dass die rechte Hand nicht zu kurz kommt. Sonst braucht man im Frühjahr zwei unterschiedliche Handschuhgrößen.
:-o
Schönen Gruß, Norman
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Re: DL 1000: Ab 50.000 km Reparaturintensiv?

Beitragvon Master-Mike » Sa, 10. Mär 2018, 10:32

Jungs.... ein wenig Seriosität bitte . . ;)

Tatsächlich gibt es das eine oder andere "Problem" mit der DL-1000, egal ob die alte K02/03 oder eben bis 2012

ABER
Alle Lösungen sind hier im Forum in der Knowledgebase enthalten, die Suchfunktion ist sehr Hilfreich!

Auch wenn Du tatsächlich auf eine DL-1000 K02 mit nur 30'000km zugreifen kannst, dann würde ich die K04 nehmen, so weit wie möglich runterhandeln (Ist ja ein altes, seniles Motorrad!) und ZUSCHLAGEN!
Dann hast Du sicherlich mindestens 200'0000 feine Kilometer vor Dir!

Merkmale die sich Positiv auswirken:
Strukturierter Sattelbezug
Rechts vorne ein Metallröhrchen für die Drainage der Wasserpumpe
Andere Anzeigen und Windscheibe ( :P Ansichtssache)
Schon die härteren Ruckdämpfer verbaut

Dann zuerst mal alle Grundpunkte ab arbeiten.

Was würde ich machen für endlos lange Freude?


Also... :
- Den Kupplungskorb ausbauen und gleich zum Umbau einsenden, dann wird es ordentlich gemacht und Du hast keine Probleme mehr
- (K02: Dem Kupplungsnehmerzylinder die Schutzkappe der K04 spendieren)
- und gleich das Dichtungsblech ausschneiden (auch =>K04)
- Der Hinterradschwinge das seitliche Spiel mit den Unterlegescheiben austreiben
- Kettenradträger zerlegen und die Master-Spacers einbauen...( öh, ja, ausverkauft... aber die Zeichnungen kriegt man von Master-Mike)
- (K02: die härteren Ruckdämpfer der K04 im Kettenradträger einsetzen)
- Kettenkit auf die 530er umbauen, Schätze das wurde eh nie gewechselt und die Kette ist TOT!
- Das originale Lenkkopflager gleich durch ein Kegelrollenlager ersetzen
- Den Schalthebel einer GSX-R verbauen (knackiger, kurzer Schaltweg!)
- Der Höhenverstellung der Heckfeder das Öl entnehmen und gegen ein zäheres ISO68 ersetzen
- (K02: Den Sattelbezug der neueren Modelle aufziehen lassen (K02-03 sind ohne Narbung), Dl-650 oder 1000 egal. K0x muss es sein und passt, findet man im Internet)
Die Drosselklappen rauschmeissen und gemäss Jörg den Bock abgleichen => Peanuts!


Ich selber habe auf Progressive Federn von Hyperpro umgebaut, einen K&N Luffi reingesetzt, das erhöht den Fun-Faktor ungemein!

So, Du schreist Dich Schrauber . . .?
Alle die oben genannten Arbeiten kannst Du eigentlich Problemlos selber machen, auch den Kupplungskorb!
Rechne gemütliche 2 Wochen ein und Du kannst uns am Jahrestreffen Auf dem Rennweg besuchen :)

Mike
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Re: DL 1000: Ab 50.000 km Reparaturintensiv?

Beitragvon dermitdersuzitanzt » Sa, 10. Mär 2018, 11:28

Master-Mike hat geschrieben:So, Du schreist Dich Schrauber . . .?
Alle die oben genannten Arbeiten kannst Du eigentlich Problemlos selber machen, auch den Kupplungskorb!
Rechne gemütliche 2 Wochen ein ...

...oder jedes Jahr eins der o.g. Punkte in Angriff nehmen... :whis:
Übrigens, meine K2 fährt auch bestens und der erste Kupplungskorb ist immer noch drin... ;D
Gruss aus dem schönen Kraichtal, Hans-Ulrich
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Re: DL 1000: Ab 50.000 km Reparaturintensiv?

Beitragvon Tom5678 » Mo, 12. Mär 2018, 22:49

Vielen Dank für die wertvollen Infos und vor allem die Auflistung der Empfehlungen.

Habe seit Sonntag nun eine K4, EZ 2006/05 und werde mir zunächst mal ein Suzuki Werkstatthandbuch besorgen oder gibt es hier eine Möglichkeit an eine elektronische/ gescannte Version zu gelangen?

Dann werde ich als nächstes das Ventilspiel kontrollieren und ggf. einstellen sowie Motoröl und Gabelöl wechseln.
Ist der Kupplungskorb der K4 genauso anfällig wie die Vorgänger? Die Torsionsfedern wurden ja verstärkt was aber nicht bedeutet, dass es die Nieten weniger quetscht was das Spiel verursacht, soweit ich es verstehe.
Zu den Themen seitliches “Spiel in der Hinterradschwinge mit U-Scheiben korrigieren“ und “Kettenradträger/ Master-Spacers“ sowie “Dichtungsblech ausscheiden (Kupplungsnehmerzylinder/ Schutzkappe)“ und “Ölaustausch Höhenverstellung/ Heckfeder“ versuche ich mich einzulesen um es zu verstehen.

Sorry für das noch aktuelle Unverständnis. Natürlich kennt ihr diese Themen und habt sie hinreichend diskutiert, erklärt und ggf. auch gelöst. Als Neuling kann man erst nach Begriffen suchen sobald einem diese Motorrad-spezifischen Themen überhaupt bekannt sind.

Liebe Grüße
Tom
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Re: DL 1000: Ab 50.000 km Reparaturintensiv?

Beitragvon jörg » Di, 13. Mär 2018, 1:06

Tom5678 hat geschrieben:Ist der Kupplungskorb der K4 genauso anfällig wie die Vorgänger? Die Torsionsfedern wurden ja verstärkt was aber nicht bedeutet, dass es die Nieten weniger quetscht was das Spiel verursacht, soweit ich es verstehe.

yepp, ist dasselbe in grün


Hier noch was zum Schwingenspiel:
viewtopic.php?f=4&t=13126&hilit=spiel+in+der+schwinge

Beachte bitte, das man das nur messen/fühlen kann, wenn die Umlenkhebel bzw das Federbein frei sind. Und bei der Gelegenheit kannst du die Nadellager in der Umlenkerei der Hinterradfedern auch gleich prüfen reinigen usw :D

Den Pömpel des KNZ (=Kupplungsnehmerzyl) hast du eh Serienmäßig, der Bereich sollte trotzdem mal gereinigt werden.
Und wenn der KNZ raus ist, siehst du dahinter leicht rechts auch den Dichtungsrand, der weggeschnitten werden kann / sollte
Schöne Grüsse aus Tettenborn
Jörg
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Re: DL 1000: Ab 50.000 km Reparaturintensiv?

Beitragvon Master-Mike » Di, 13. Mär 2018, 1:11

Super !

also Willkommen!

Nun musst Du "nur" noch oben Links ein Avatar einstellen und die Angaben deines Bikes eintragen.

Hast Du dann Fragen, ist es für uns viel einfacher darauf zu antworten :D

Guter Tip um nicht angefrotzelt zu werden: immer zuerst die "Suche" benutzen und etwas einlesen.

Mike :-D
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